
Buchbeschreibung:
Wer gewinnt, wenn du verlierst?: Das Buch gegen die Spielautomatensucht
M.Trojan, der Verfasser des Buches “Wer gewinnt, wenn Du verlierst?” schreibt unter einem Pseudonym. Er tut dies seiner eigenen Aussage nach zum Selbstschutz – und diese Maßnahme macht nach der Lektüre des Buches auch durchaus Sinn. Denn M.Trojan geht in seiner Analyse der Spielautomatensucht nicht nur von seinem persönlichen Schicksal aus – auch er war spielautomatensüchtig. Er deckt in dem Buch neben interessanten Einblicken in die spielsüchtige Psyche auch eine ganze Industrie auf, die von dieser Sucht profitiert, mit ihr kalkuliert und alles daran setzt, sie am Leben zu erhalten: Die Rede ist von den Aufstellern und Betreibern von Spielautomaten.
Dass der Autor selbst die Abhängigkeit hinter sich hat, über die er schreibt, macht das Buch glaubwürdig und in jedem Fall schon lesenswert. Es hilft dem Süchtigen auch dabei, sich in den beschriebenen Verhaltensmustern und Selbstbetrügereien wieder zu erkennen. Das macht das Buch auch zu einer interessanten und wichtigen Lektüre für Verwandte und Freunde, die glauben, ein Familienmitglied oder eines ihres Freundeskreises sei bereits abhängig vom Spielen, oder kurz davor, es zu werden. Schnell wird der Leser die typischen Ausreden und Ausflüchte wiedererkennen, mit denen der Spielsüchtige sich und seine Umwelt zu beruhigen sucht. Gleichzeitig zeigt der Autor erste Wege auf, sich oder andere mit ihrer Sucht zu konfrontieren, und einen Weg hinaus zu finden.
Doch auch für Menschen, die mit der Sucht keinen unmittelbaren Kontakt haben, kann die Lektüre interessant sein. Einmal mehr zeigt sie auf, wie Profitgier und ein immer noch zu deregulierter Markt mit Spielautomaten Menschen und ihre Familien in den Ruin treiben können. Dabei wird die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen nie außer acht gelassen; von seiner Spielsucht befreien muss sich jeder selbst. Aber zumindest wird eindringlich die Frage gestellt, ob es nicht an der Zeit wäre, eine Industrie in die Schranken zu weisen, die am Unglück von Menschen ihr hauptsächliches Geld zu verdienen scheint.
Weitere Informationen zum Buch kann man auf auf der Website des Autors finden: http://www.spielautomatensucht.de/
Am 27. Juni 2011 um 08:57 Uhr
ich finde spielsucht nicht schlimm, da man außer der zerstörung der seele und der eigenen existenz keine bleibenden schäden zu tragen hat. beides ist restaurierbar! also- was solls?!?!
Am 9. August 2011 um 20:20 Uhr
Also entweder meinst du das Ironisch oder tatsächlich ernst?! Hast du dir schon einmal etwas Geld weggespart? So ca. 50.000€? Denn ein Spieler hat dies im Schnitt schulden, “restaurierbar”? Warum glaubst du ist der letzte Ausweg bei einer Sucht zu 70% der Gedanke an Selbstmord, also bitte ein bisschen mehr Niveau bei einem Kommentar sollte schon sein.
Am 6. November 2011 um 00:07 Uhr
Glücksspielsucht zerstört das eigene Leben und das soziale Umfeld. Was bleibt dann übrig? Ein Leben, das nicht mehr lebenswert ist. Alles konzentriert sich nur noch aufs Spielen. Wenn man bereit ist Hilfe anzunehmen, kann man aus der Sucht herauskommmen. Genau so wichtig ist es auch für Familienangehörige, sich Hilfe zu holen. Informationen darüber gibt es auf unserer Website http://www.elternkreisulml.de.